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November 2017

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Sie beginnen den Tag mit
»beäne, wäsche, kämme, kaffedrenke, Botteram van dicke Schenke, Küss op die Schnüss on tschüss«

Mit ihren regelmäßigen Treffen und dem Enga- gement bei Ortsfesten schreiben sie Ge- schichte. Sie pflegen das Brauchtum und die Mundart: die Mitglieder des »Mundartkreises im Bürgerverein Traar«, unter seinem Vorsitzen- den Werner Chargé.
Mundart in Traar hat es schon gegeben, als vor rund 7000 Jahren der Egelsberg von Menschen der Jungsteinzeit besiedelt wurde. Es war im Januar 1980 als der Krefelder Heimatdichter Willy Hermes im »Traarer Hof«, vor einem Kreis interessierter Bürger »über Mundart an sich und sie zu erhalten sprach.«
Das Interesse daran war so groß, dass sich ein Mundartkreis bildete, mit Menschen, die sich Mundart- und Brauchtumspflege auf ihre Fahnen schrieben. »Mundart kennt keine Grenzen. In Mundart verstehen sich Menschen auch über Grenzen hinweg.
Das hält Mundart über den engeren Sprach- bereich hinaus lebendig«, sagt Theo Ver- steegen,  Gründungsmitglied des »Mundart- kreises«.
Ludwig Soumagne, niederrheinischer Meister der Mundart-Literatur, war sein großer Lehrer. »Soumagne hat dafür gesorgt, dass der Mundartkreis etwas besonderes ist.
Wir haben uns den Anspruch gegeben, nicht nur in die Vergangenheit zu schauen, sondern auch das heutige Geschehen in die Mundart umzusetzen«, sagt Chargé. So gibt es immer wieder neue Ausdrücke.
Ganz aktuell: »Kiekkas Zappes«, der, der mit der Fernbedienung spielt.


»Wenn der Mundartkreis tagt sind sie, sozu- sagen, wieder unter den Lebenden, Menschen und Persönlichkeiten die unvergessen sind: Schuster Neuhaus, Janse Steck, Metzger Feltes, Schürkes Meister und Liherer Perey«, schrieb der verstorbene RP-Mitarbeiter Herbert Erdmann im Buch zum »Leben in Traar«.
Neben den regelmäßigen Treffen, gibt es drei Jahresveranstaltungen, die ein »Muss« für jeden »mundartlichen Traarer« bedeuten: die Krippenfahrt im Januar, das »Suemer-Senge« (Sommersingen) bei den Versteegens und der »Klooesoevend« (Nikolausabend) bei Oma Liz im Café Ewalds. Darüber hinaus trifft man sich alle zwei Jahre, Anfang November,  mit dem Krefelder Kreis »En Mönke voll Platt« zum Grünkohlessen »Kühl Weär es Küehlweär« (Kühles Wetter ist Grünkohlwetter).
Daneben beteiligen sich die »Mundartler« an den Festen des Bürgervereins. Ob Glühwein- verkauf auf dem Adventsmarkt oder Fackeln und  Weidenflöten basteln mit Kindern: »En Wee-esteckseke jrad, klopp op die naate Schwaat, on emmer längelangs, bes dat 'tet schuve kanns«.
Auch die Jugend ist im Mundartkreis vertreten. Lehrern, die daran interessiert sind, ihren Schülern die Mundart näher zu bringen, sollten uns ansprechen. Gerne würden wir in einer »Mundart-AG«, die Sprache unserer Väter weitergeben, sagen Werner Chargé und Theo Versteegen. »Zuversicht pflegt der Mundartkreis auf dem Boden der Geschichte und des Glaubens«, so Theo Versteegen.


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Info
Gründung: 11. Januar 1980
Gründungsmitglied: Theo Versteegen
Baas (Vorsitzender): Werner Chargé
Gründungsidee: Mundart- und Brauchtumspflege
Ständige Mitglieder: zwanzig

Kontakt
Werner Chargé
· Telefon 02151/562013

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