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Sommer am Jagdschloss
Mit Vivaldi-Melodie im hellen Glockenklang
Derzeit erklingt das Meißener Glockenspiel am Jagdschloss der Burg Linn wieder regelmäßig werktags um 11 und um 16 Uhr sowie zusätzlich sonntags um 14 Uhr. Insgesamt 18 der 23 im Linner Museum vorhandenen sogenannten „Professor-Börner-Glocken“ unterschiedlicher Größe und Klangfarbe spielen jetzt Vivaldis „Sommer“ und„ Wandern ist des Müllers Lust“.
20 Jahre hat das Glockenspiel im Museumsfundus geschlummert bevor es im Oktober 1997 am Jagdschlösschen in Betrieb genommen wurde. Es wurde 1930 von Professor Emil Paul Börner in den Meißner Porzellanmanufakturen entwickelt. Der Krefelder „Klockebaas“ hatte dem Museum Burg Linn das Porzellan-Glockenspiel 1964 geschenkt. Er hatte es zur Tonanalyse nach Ulm gegeben und sein Geschenk an die Auflage geknüpft, dass das Museum den Rücktransport übernimmt. Wo der „Klockebaas“ die Glocken nach dem Zweiten Weltkrieg gekauft hatte, und ob sie vor ihrem heutigen Platz am Jagdschlösschen schon einmal andernorts ihren angenehmen Klang verbreiten durften, wird immer ein Geheimnis bleiben. Die Installation hat 120 000 Mark gekostet und wurde durch den Verein „Freunde und Förderer der Museen Burg Linn“ ermöglicht. Heute noch kann man für 35 Euro im Museumsshop Porzellan-Tisch-Glocken aus Meißen mit dem Bildmotiv des Linner Jagdschlösschens kaufen. Der Reinerlös kommt dem Glockenspiel zugute.

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