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Junge Regisseure inszenieren „Beckett hoch vier“ in der Dujardin-Fabrik
Viertes Kresch-Kreativlabor in Krefeld
Das Krefelder Kinder- und Jugendtheater Kresch bietet theaterbegeisterten jungen Erwachsenen jetzt schon zum vierten Mal die Gelegenheit, sich selbst als Regisseur auszuprobieren. Dieses Mal dienten die Texte des Literatur-Nobelpreisträgers Samuel Beckett als Vorlage. Fünf Regisseure im Alter zwischen 20 und 25 Jahren inszenieren zusammen vier Stücke auf Grundlage von Becketts Texten nach ihren Vorstellungen. Zur Aufführung kommen diese jetzt erstmals am kommenden Freitag, 3., und am Samstag, 4. Juli. Veranstaltungsort ist die ehemalige Abfüllanlage der Weinbrennerei Dujardin an der Hohenbudberger Straße 10 in Krefeld-Uerdingen. Die außergewöhnlichen Räumlichkeiten haben die jungen Regisseure besonders inspiriert, wie sie einmütig feststellten.
Der Zuschauer bekommt an einem Abend das breite Spektrum Becketts geliefert. Außerdem werden junge Jugendliche gefördert, indem sie als Schauspieler auf der Bühne stehen. „Was den Jugendlichen heutzutage fehlt, ist Selbstwertgefühl. Das lernt man nirgendwo besser als beim Theaterspielen“, sagt der künstlerische Leiter des Kresch-Theaters, Franz Mestre. Für ihn ist das Theater in anderen Orten ein besonderer Erlebnisraum. Die Dujardin-Fabrik sei ein Raum der Geschichte, der bei dieser Veranstaltung vom Theater belebt wird. Für die fünf Jungregisseure war es eine oft anstrengende Organisationsarbeit. Bei manchen ist, wie sie selbst einschätzen, eine „skurrile Sache“ entstanden, Erik Keil (23) und Jonas Dammer (25), die mit „Spammler“ ihre erste Regiearbeit gemeinsam bewältigten, müssen für kurzfristig ausgefallene Schauspieler jetzt selbst einspringen.
Das erste Stück „Spammler“ beginnt um 19 Uhr, dann folgt ab 19.45 Uhr „Endlos Atmen“ von Michael Neupert (23), der von Anfang an Teilnehmer des Kreativlabors war und mit seinen Vorjahresproduktionen schon erste Erfolge verbuchen konnte. Das dritte Stück „Samuel und die Liebe“, nach einer Regiearbeit von Laura Fink (20), beginnt um 21 Uhr und das Stück „Staub von Momenten“ von Leonie Graf (21) um 22 Uhr. Das letzte Stück wird aber aus Termingründen nur am 3. Juli aufgeführt. Der Eintritt kostet für ein Stück 7,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro, für zwei Stücke jeweils das Doppelte. Wer drei oder vier Stücke besucht, zahlt 20 Euro und ermäßigt neun Euro. Zwischen den Stücken gibt es kurze Pausen, das Ende des Abends wird voraussichtlich um 22.30 Uhr sein. Bei großem Erfolg wird die Veranstaltung am 19. und 20. September noch einmal wiederholt.

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