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Affenweibchen Sita unter Narkose auf Herz und Nieren untersucht
Computertomografie, Ultraschalluntersuchung und Röntgen für Orang Utan-Dame
Orang-Utan-Weibchen Sita aus dem Krefelder Zoo hustet und niest schon seit längerem. Eigentlich nichts Besonderes in einer Zeit, in der alle Welt von Erkältung geplagt wird. Menschen gehen dann einfach zu Arzt, lassen sich abhören und nehmen ein paar Tage lang Medikamente. Ein Zootierarzt aber kann die meisten seiner Patienten nur unter Narkose untersuchen. Daher wird die Sache mit der Kurierung bei einem Affen schon ein wenig schwieriger. Zudem leiden Menschenaffen, insbesondere Orang-Utans, häufig unter Entzündungen der Kehlsäcke. Ist so eine Entzündung erst einmal chronisch, schwächt sie den gesamten Organismus und kann sogar zum Tod führen.
Aus diesem Grund entschloss sich Dr. Martin Straube eine groß angelegte Untersuchung bei der 26-jährigen Affendame Sita durchzuführen. Am vergangenen Dienstag standen eine Computertomografie, eine Ultraschalluntersuchung und Röntgen auf dem Programm. So etwas passiert nicht alle Tage und für Tierärzte ist eine solch umfangreiche Untersuchung von großem Interesse. Zu diesem Termin reisten daher auch Veterinäre aus Frankfurt, Gelsenkirchen, Frankfurt und Zürich an.
Am Tag der Untersuchung wurde die Affendame zunächst mit einem Beruhigungsmittel gedämpft und anschließend narkotisiert. Während des Transports in die Pferdeklinik in Wachtendonk überwachte der Tierarzt das Tier die ganze Zeit intensiv. Und da Sita dann schon einmal in Narkose lag, untersuchten die mitgereisten Veterinäre auch direkt ihre Fortpflanzungsorgane. Denn trotz fortgeschrittenem Alter und eindeutigem Interesse von Orang-Utan-Mann Telok ist Sita bisher nicht schwanger geworden. Fünf Stunden später wurde das Orang-Utan-Weibchen wieder in ihre Schlafbox im Affenhaus des Zoos getragen und wachte bis zum Abend langsam aus ihrer Narkose auf. Bei der Untersuchung stellte sich eine entzündete Nasenneben- und Stirnhöhle heraus. Für den Kehlsack gab es Entwarnung, dort fand sich glücklicherweise keine Entzündung. Am nächsten Tag schmollte die Orang-Utan-Dame und wollte eigentlich niemanden sehen. Wer weiß, vielleicht hatte sie auch noch einen mächtig dicken Kopf vom Vortag.

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