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Restaurierung von Bildern und Möbel im Jagdschloss der Burg Linn in Krefeld
Förderverein sucht für weitere Projekte neue Sponsoren
Im Jagdschloss der Burg Linn erstrahlen einige Bilder und Möbelstücke wieder in ihrem alten Glanz. „Wir haben in letzter Zeit wieder einige Objekte mit Hilfe von Sponsoren und der Stadt Krefeld restaurieren können“, sagte Dr. Christoph Dautermann vom Museum Burg Linn. Tatkräftige Unterstützung erhielten die Krefelder Museumsleute zudem von diversen Restauratoren.
Zu den restaurierten Exponaten zählen auch zwei Tuschezeichnungen aus dem Jahr 1871 im Erdgeschoss des Jagdschlosses. Sie zeigen Johanna und Maria von der Leyen. Die beiden Portraits mussten sich einer Trocken- und Nassreinigung unterziehen. „Die Damen haben über die Jahre am Licht gelitten. Sie waren fast grau“, erzählte Marcus Janssens, Papierrestaurator am Stadtarchiv Neuss. Nun sind Feinheiten wie Blumenranken wieder zu sehen. „Aber auch die Korrekturen“, so Janssens. „Die Damen waren fülliger. Es wurde überarbeitet, so dass sie schmaler wirken.“
„Es ist erstaunlich, was nach der Reinigung an Details zum Vorschein kommt“, kommentierte Dautermann das Ergebnis der Restauration. Das gilt auch für die Porträts aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Jodokus von Will und seiner Ehefrau. Deren Bilder in der ersten Etage des Jagdschlosses offenbarten nach der Säuberung unter anderem den Ohrschmuck des Mannes. Neben der Reinigung wurden auch Schäden der Leinwand von Restauratorin Sabine Allroggen behoben. Einem Schrank von Marianne Rhodius hat sich Christoph Tölke, Restaurator für Möbel und Holzobjekte aus Krefeld, gewidmet. Das Möbelstück aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde von ihm vor allem an der Oberfläche bearbeitet.
Stefan Beek, Möbelrestaurator aus Krefeld, kümmerte sich um einige Stühle, die aus dem Zeitraum 1810 bis 1820 stammen. „Sie sahen ziemlich schlimm aus“, erinnerte sich der Restaurator. Furnier musste er ersetzen und die Oberfläche reinigen. Dabei ersetzte er nicht ältere Restaurierungsarbeiten an den Stühlen. Diese seien Teil der Geschichte eines Möbelstücks, so Beek. „Ich möchte am Ende ja kein neues Möbel haben.“
„Ich bin sehr erfreut, dass unser Projekt mit den Bildpatenschaften so erfolgreich ist“, freute sich Heide Gerritzen, Vorsitzende des Fördervereins „Freunde der Museen Burg Linn“. Rund 10 000 Euro hat der Förderverein für Restaurierung von Bildern und auch Möbeln einbringen können. „Wir wollen das Jagdschloss wieder in ein Schmuckkästchen zurückverwandeln“, so Gerritzen. Das Sponsorengeld wird in Absprache mit dem Museum für die Restaurierung investiert. Dabei wird ein Exponat einem Spender zugeordnet. Dem Museum steht zudem ein jährlicher Betrag von rund 5000 Euro von der Stadt Krefeld für dergleichen Restaurierungsarbeiten zur Verfügung.
Auf der Liste der Museumsleute stehen noch diverse Bilder und Möbel aus dem Jagdschloss, die in der nahen Zukunft bearbeitet werden müssen. Unter anderen ein Tisch, ein Wandschirm sowie ein Klavier.

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