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Oberbürgermeister Gregor Kathstede besuchte den Chempark Uerdingen
Krefelds Stadtoberhaupt spricht sich für Kraftwerk aus
„Krefeld braucht den Chempark, und wer den Standort Uerdingen dauerhaft sichern will, muss sich klar zum Kraftwerk bekennen“, sagte Krefelds Oberbürgermeister Gregor Kathstede am Mittwoch, 11. Juni, bei einer Mitarbeiterversammlung im Chempark Krefeld-Uerdingen. „Ich bin sehr zuversichtlich, am Ende der derzeitigen Diskussion ein Ergebnis zu erzielen, das nicht nur gut für den Chempark ist und die Arbeitsplätze sichert, sondern auch die Akzeptanz der Krefelder Bürgerinnen und Bürger findet, die in Sorge um ihre Gesundheit und die ihrer Kinder sind“, sagte Kathstede weiter.
Zuvor hatten sich der Oberbürgermeister und weitere Vertreter der Stadt Krefeld bei einer Ausstellung von Uerdinger Produkten und einer Chempark-Rundfahrt mit Currenta-Geschäftsführer Dr. Klaus Schäfer, Chempark-Leiter Dr. Stefan Dresely und Trianel-Geschäftsführer Martin Hector einen unmittelbaren Einblick in die Aktivitäten am Standort verschafft. „Viele der rund 2 000 Produkte, die in Krefeld hergestellt werden, sind weltweit führend“, erklärte Gastgeber Dr. Stefan Dresely. „Um diese Position auch in Zukunft zu sichern, müssen die Rahmenbedingungen stimmen: Wir brauchen eine zuverlässige Energieversorgung und somit das neue Kraftwerk, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können“, ergänzte Dr. Klaus Schäfer, Vorsitzender der Currenta-Geschäftsführung.
„Der Krefelder Standortvorteil sind die hochqualifizierten Arbeitskräfte, wozu natürlich die rund 7 000 Mitarbeiter des Chempark zählen“, sagte Kathstede. Die hohe Fachkompetenz der Mitarbeiter sowie die enorme Ausbildungsleistung seien herausragend. „Ich freue mich über jeden Arbeitsplatz, der in der Region geschaffen oder erhalten wird. Auf dem Rücken der Beschäftigten können die Probleme der Globalisierung nicht gelöst werden“, erklärte der Oberbürgermeister.
„Wir wollen mehr als eine Milliarde Euro für das geplante neue Kraftwerk in Krefeld investieren“, sagte Martin Hector, Geschäftsführer der Trianel Power-Projektgesellschaft Kohlekraftwerk. „Zusammen mit Currenta, dem Chempark-Betreiber, möchten wir ein Kraftwerk bauen, dass neuesten technischen Standards entspricht. So werden gegenüber den Altanlagen erheblich geringere spezifische Emissionen erreicht, die zudem deutlich unter den gesetzlich als irrelevant eingestuften Werten liegen“, ergänzte Hector. Durch die Kombination aus modernster Technologie und Dampfauskopplung für den Chempark leiste das Trianel-Kraftwerk deshalb einen unverzichtbaren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele. Auch beim Thema Feinstaub sind verschiedene Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass die durch das neue Kraftwerk zu erwartende Feinstaubbelastung weit unter den relevanten Grenzwerten liegt. „Damit sind keine nachteiligen Auswirkungen für die Bevölkerung durch das Kraftwerk zu erwarten“, betonte Dresely.
Die Trianel Power-Projektgesellschaft plant in Zusammenarbeit mit Currenta den Bau eines modernen Steinkohlekraftwerks im Chempark Krefeld-Uerdingen mit einer Nettoleistung von 750 Megawatt. Mit 200 Megawatt soll etwa ein Viertel der produzierten Energie für die Strom- und Dampfversorgung im Chempark genutzt werden. Zurzeit muss der Chempark rund zwei Drittel des benötigten Stroms extern zukaufen. Die ökologisch sinnvolle Kraft-Wärme-Kopplung – eine besonders effiziente Art der Energiegewinnung – ermöglicht einen außergewöhnlich hohen Wirkungsgrad des Kraftwerks. Aus diesem Grund wird das Steinkohlekraftwerk im Chempark auch vom Bundesumweltministerium und von mehreren NRW-Landtagsfraktionen unterstützt. Das Kraftwerk-Projekt befindet sich nun im Genehmigungsprozess.

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