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Kleine Löwenäffchen ganz groß
Krallenaffen haben Zwillingsnachwuchs und ziehen in die Außenanlage
Von wegen, im Krefelder Zoo gibt’s keine Löwen: Zwar sind es nicht die beeindruckenden Mähnenträger aus Afrika, dafür aber kleine Krallenäffchen aus Südamerika und auch diese tragen eine schicke Mähne. Die zierlichen goldgelben Löwenäffchen kamen erst im letzten Jahr aus den Zoos von Kopenhagen und La Palmyre in die Seidenstadt. Den Winter haben sie in ihrem warmen Quartier im Affenhaus verbracht und die dunkle Jahreszeit biologisch sinnvoll genutzt: Im April wurden zwei winzige Babys geboren, die wochenlang vom Vater getragen wurden.
Jetzt zieht die Familie in ihre Außenanlage auf der Insel bei den Pelikanen um. Dort erwartet sie eine Hütte mit Wärmelampe als Wetterschutz. In den umstehenden Bäumen sind die quirligen Tierchen durch ihre goldgelbe Fellfärbung gut im Geäst zu beobachten. Vor dem Umzug stand für das Zoopersonal aber zunächst das Fangen. Zootierarzt Martin Straube nutzte die Gelegenheit und überprüfte den Gesundheitszustand der Tiere. Blutabnahme, Impfung und Kotproben standen auf der Liste des Veterinärs. Goldgelbe Löwenäffchen gehören zur Familie der Krallenaffen und leben im brasilianischen Regenwald. Sie ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Pflanzensäften und Insekten. Die Zwillingsgeburt bei den Krefelder Äffchen ist keine Überraschung, da bei den Regenwaldbewohnern Mehrlingsgeburten ganz normal sind. Durch die Beteiligung an Zuchtprogrammen und den Austausch untereinander tragen Zoos in ganz Europa zum Erhalt dieser Tiere bei. Dennoch kann die Art in Zukunft nur überleben, wenn ihr Lebensraum in der freien Natur nachhaltig unter Schutz gestellt wird. Eine neue Bedrohung ist die Anpflanzung von Ölsaaten für die Erzeugung des Biosprits.

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