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Mittelalterliches Koch- und Essgeschirr im Museum Burg Linn
Die mittlere Schwalmregion um Brüggen und Elmpt gehört zu den bedeutendsten Töpfereizentren des Mittelalters. Dennoch ist dieser wichtige Abschnitt mittelalterlicher Handwerksgeschichte in der Rhein-Maas-Region bisher nur wenig erforscht worden. Das Museum Burg Linn zeigt jetzt einen ersten Beitrag zur Forschung und präsentiert in einer Ausstellung noch bis Ende August eine breite Palette von Keramikfunden, die Sammler Peter Freitag an den Originalplätzen gefunden hat.
Die Sammlung dieser Keramik hat einen zeitlichen Schwerpunkt im 13. und 14. Jahrhundert. Im Schwalm-Nette-Gebiet begann die Keramikherstellung im 12. Jahrhundert und dauerte bis weit ins 15. Jahrhundert hinein, wo sie dann unvermittelt abbrach. Die Produkte aus dieser Zeit wurden am ganzen Niederrhein und bis in die nördlichen Niederlande vermarktet.
Die Ausstellung versammelt viele verschiedene Gefäße, die ihren Platz früher in der Küche hatten oder der Vorratshaltung dienten. Letztere waren zum Teil meterhohe, großvolumige Gefäßtypen, die berühmten Elmpter Amphoren. Die Ausstellung möchte neben der Vorstellung der Keramik und ihrer Herstellung auch einen Einblick in die mittelalterliche Ess- und Trinkkultur geben.

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