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Krefelder Orang-Utan-Kunst international gefragt
Britische Kunstsammlung kauft affenBrut-Blätter
Eine bedeutende Londoner Kunstsammlung hat auf einen Schlag 22 Arbeiten der Krefelder Orang-Utan-Damen Sita, Tilda und Sandra erworben. Die angekauften Arbeiten im Wert von 3 200 Euro sind alle im Affentropenhaus des Krefelder Zoos entstanden. Die Kunstsammlung, gegründet von einem britischen Künstler der Gegenwart, möchte unbenannt bleiben, was in diesen Kreisen nicht unüblich ist.
Die Präsentation der Arbeiten organisiert ‚fundart-21’. Die Düsseldorfer Kunstagentur vermarktet die Werke unter der Bezeichnung ‚affenBRUT’. Kunst, betont Agenturgründer Heinz Hachel, sei die Malerei von Sita, Tilda und Sandra allerdings nicht, wohl aber Ausdruck einer rudimentären, ästhetischen Kompetenz. Die führe den Betrachter zurück in eine Zeit, als die Gattung Mensch noch nicht existierte, die Evolution aber bereits einen Sinn für Komposition, Gestaltung und Ordnung hervorgebracht und diesen tief im Primatenhirn verankert hatte. Es sei dieser Blick auf eine der Wurzeln menschlicher Ästhetik und Kreativität, so Hachel, der die Faszination dieser Arbeiten ausmache.
Affen-Kunst ist übrigens nichts Neues: In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts malte der Schimpanse Congo. Vor kurzem wurden drei Arbeiten von Congo im Londoner Auktionshaus Bonhams für insgesamt 21 515 Euro von einem amerikanischen Sammler ersteigert. Sita und Sandra malen fleißig im Zoo Krefeld weiter und ihre Kunstwerke sind (noch) günstig zu erwerben. Die Preise ihrer Bilder liegen zwischen 120 Euro und – für ausgesuchte Arbeiten auf Leinwand – 900 Euro. Der Erlös der verkauften Bilder fließt zu zwei Dritteln an den Zoo. Insgesamt wurden seit Oktober 2007 rund 40 Bilder der Affendamen verkauft.
Aus der Künstlergruppe ist Tilda übrigens im März ausgeschieden. Sie vertritt nun die „Krefelder Schule“ mit ihrer Malerei im Zoo Köln.

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