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Arnöldche zum Leben erweckt
Uerdinger Eingliederungswerkstatt baute Maskottchen
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1998 gaben die Leserinnen und Leser dem Maskottchen von „Hallo Uerdingen“ im Rahmen eines Wettbewerbes seinen Namen. Seit dieser Zeit heißt das Gesicht des Stadtteilmagazins „Arnöldche“. Nachdem das „Arnöldche“ in „Hallo Uerdingen“ mal hier und da seinen zum Teil launigen Kommentar zum Besten gab, bildlich als St. Martin reitete, als Sinter Klaas winkte und auch mit karnevalistischer Pappnase grüßte, kann man ihn aber nun auch leibhaftig und in voller Größe erleben. Möglich gemacht hat dies der Verein Eingliederungswerkstatt e. V., der seit 1988 seinen Betrieb in Krefeld-Uerdingen an der Duisburger- / Ecke Kathreinerstraße betreibt. Dieser Verein erweckte das Uerdinger Maskottchen zum Leben, was insbesondere auch Karnevalsvereine aber auch Unternehmen besonders interessieren dürfte. Von „Hallo Uerdingen“ auf die Möglichkeit, das „Arnöldche“ in Lebensgröße zu produzieren, angesprochen, setzten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Werkstattleiter der Eingliederungswerkstatt, Peter Erkelenz, zunächst zu einem Brainstorming zusammen und erörterten gemeinsam die Realisierung. Dabei wurde aber nicht nur das Aussehen in die Beratungen mit einbezogen, sondern auch der Tragekomfort für den Menschen, der in diesem Kostüm stecken wird. Nach einigen Entwürfen und Debatten war man sich schließlich einig, dass die Figur des „Arnöldche“ am besten durch einen Schaumstoff erreicht werden kann, dessen Form beliebig bestimmt werden kann, der aber auch die Fasson behält und gleichzeitig nicht zu schwer ist. Damit der Träger des Kostüms nicht aus allen Poren schwitzen muss, entschied man sich, den Schaumstoff innen und außen mit einem Stoff zu beziehen, ein Fenster für die Luftzufuhr einzuarbeiten und das Gesicht ebenfalls aus aufgenähtem, in diesem Fall farbigem, Stoff zu formen. Um der Figur mit einem Gardemaß von zwei Metern eine feste Statur zu geben, entschied man sich für einen Unterbau aus leichtem Metall, das der Träger bequem auf seinen Schultern tragen kann und damit auch die Hände frei hat. Dies bietet aber zudem den Vorteil, dass das „Arnöldche“ auf ein Gestell befestigt, frei stehen kann. Von einem Menschen getragen, stecken die Hände des Trägers in großen, leuchtend roten Handschuhen, die ebenfalls außen und auch innen mit Stoff vernäht sind. Nur noch in rote Klumpen gestiegen und schon ist dass „Arnöldche“ fertig. Viel Arbeit, Mühe und vor allem handwerkliches Geschick haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Eingliederungswerkstatt um Werkstattleiter Peter Erkelenz in die Fertigstellung des „Arnöldche“ investiert. Damit hat der Verein eindrucksvoll bewiesen, wie individuell und den Wünschen der Kunden entsprechend, die unterschiedlichen Arbeiten vorgenommen werden können. So individuell wie die Arbeiten sind aber auch die derzeit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Eingliederungswerkstatt, die sich dort in Betreuungsmaßnahmen befinden. So ist es die Zielsetzung des Vereins Eingliederungswerkstatt e. V., mit rund 200 Mitgliedern, körperlich, geistig oder psychisch behinderte junge Menschen auf das Arbeitsleben vorzubereiten und somit Hilfe für ein eigenständiges Leben zu geben. Ehrenamtlich engagieren sich Vorstand und die Geschäftsführung und sorgen dafür, dass alle Einnahmen ohne Abzüge für die Arbeit mit den Behinderten ausgegeben werden. Hier lernen die behinderten Menschen unter der Anleitung von berufserfahrenen Fachkräften unterschiedliche handwerklich-technische Fähigkeiten in der Sattlerei, Änderungsschneiderei, Näherei und dem Bereich für Fahrradreparaturen. Und dies mit tollen Ergebnissen, wie auch das „Arnöldche“ zeigt. Die unterschiedlichen Angebote reichen von Lederwaren bis hin zu speziellen Filtertüchern für die Industrie. Im Rahmen von Praktika bei befreundeten Firmen, erleben sie betrieblichen Alltag, können zeigen was sie gelernt haben, erhalten weiteres Know-how und zudem die Chance, dort unbefristet übernommen zu werden. Die Eingliederungswerkstatt arbeitet wie jedes andere Unternehmen natürlich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und freut sich über jeden Kunden. So hat auch die Änderungsschneiderei und die Fahrradwerkstatt von montags bis donnerstags in der Zeit von 6.45 – 15.45 Uhr geöffnet, freitags von 6.45 bis 14.45. Weitere Informationen, z.B. Preislisten, finden Sie auch unter www.eingliederungswerkstatt.de. Dort erfahren Sie alles rund um die Werkstatt, die das „Arnöldche“ von „Hallo Uerdingen“ zum Leben erweckt hat. Für diese tolle Leistung einen recht herzlichen Dank.

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