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Javanische Batiken aus der Kölner Sammlung Smend
Javanische Batiken aus der Kölner Sammlung Rudolf G. Smend zeigt das Deutsche Textilmuseum am Andreasmarkt in Krefeld-Linn vom 24. September bis zum 30. Dezember. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 24. 

September, um 11 Uhr.
Indonesische Textilien und andere Kunstgegenstände aus dem damaligen Niederländisch-Indien wurden 1906 erstmals in Deutschland im Krefelder Kaiser-Wilhelm-Museum ausgestellt. Den "runden Geburtstag" nimmt das Deutsche Textilmuseum zum Anlass, die javanischen Batiken aus der Sammlung Smend zu präsentieren, die bisher noch nicht einem breiten Publikum gezeigt wurden.
Der Kölner Galerist Rudolf G. Smend sammelt und befasst sich seit über 30 Jahren mit indonesischen Batiken. Seinem besonderen Engagement ist es mit zu verdanken, dass die höchst verfeinerten Textilien und ihre Technik in Deutschland und europaweit ein großes Interesse gefunden und bis heute behalten haben.
Die ausgestellten Batiken stammen aus den beiden Hauptzentren javanischer Batikherstellung, aus Zentral-Java und von der javanischen Nordküste. Die verschiedenen regionalen Traditionen und Einflüsse, die Java durch seinen intensiven kulturellen Austausch mit Indien, China, Europa und der arabischen Welt erfahren hat, spiegeln sich in den vielfältigen Mustern der Batikstoffe wider.
In Smends Sammlung befinden sich ausschließlich Beispiele für handgezeichnete Batik, sogenannte Tulis-Batik. Die farblich und motivisch sehr unterschiedlichen Textilien stammen aus dem Zeitraum zwischen 1870 und 1930, einer Phase, die als javanische Handbatik in technischer und künstlerischer Hinsicht ihren Höhepunkt erreichte.
Durch die Vermittlung von Rudolf Smend konnte das Deutsche Textilmuseum erst kürzlich ein Spitzenstück javanischer Batikkunst für die eigene Sammlung erwerben, das die Ausstellung prunkvoll eröffnet: Eine bereits in den 1870er Jahren von einem Niederländer auf Java erworbene Tambal-Batik mit Goldauftrag. Das patchworkartige Muster beeindruck durch seinen Detailreichtum und eine erstaunliche Feinheit der Linienführung.
In Erinnerung an die niederländisch-indische Kunstausstelung 1906 können die Besucher außerdem Wayang-Figuren aus dem Besitz des Kaiser-Wilhelm-Museums sehen. Die beidseitig bemalten und kunstvoll verzierten Figuren wurden dem Museum anlässlich der Ausstellung 1906 vom Fürstenhof in Solo, heute Surakarta, geschenkt.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher zweisprachiger Katalog in Deutsch und Englisch zum Preis von 36 Euro.
Seit über 125 Jahren besteht die Sammlung des heutigen Deutschen Textilmuseums. Der Grundstock wurde 1880 mit einer ersten Vorbildersammlung für die Krefelder Webschule gelegt.
Das Deutsche Textilmuseum in Krefeld hat während der Ausstellungszeiten dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr - vom 1. November bis zum 31. 
März von 11 bis 17 Uhr - geöffnet. Auskünfte, auch über Führungen und Veranstaltungen im Zusammenhang mit den Ausstellungen, erteilt das Museum unter Telefon 02151/9469450 und Telefax 9469455. Die e-mail-Adresse
lautet: "textilmuseum@krefeld.de". Unter "www.krefeld.de/textilmuseum
sind Informationen im Internet abrufbar.

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