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Annett von Rekowski
Weltmeisterin bei den Schwimmweltmeisterschaften der Masters in Stanford/Kalifornien
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Nun gibt es ihn doch noch - den internationalen Titel für den Schwimmverein Bayer Uerdingen 08 e.V. Nachdem es Steffen Driesen bei den Europameisterschaften im Schwimmen in Budapest nicht geglückt ist, aufs Treppchen zu kommen, hat indes die wohl bisher erfolgreichste  Seniorenschwimmerin des SV Bayer Uerdingen den Höhepunkt ihrer Karriere erreicht.  Annett von Rekowski wurde bei den Weltmeisterschaften der Masters in Stanford/Kalifornien Weltmeisterin über 400m Lagen und Vizeweltmeisterin über 200m Schmetterling in der Altersklasse 30 (AK 30) – hier sind die 30-34-jährigen Schwimmerinnen startberechtigt.
Bereits am Freitag vergangener Woche erfolgte der erste Start der Bayer-Athletin über 800m Freistil. Von Rekowski erreichte in 10:08,13 Min. einen nicht erwarteten sechsten Platz. Auf der 400m Lagenstrecke sagte sie dann zwei Tage später der Konkurrenz den Kampf an. Monatelang hatte sich die inzwischen 30-jährige auf dieses Event vorbereitet. Im großen Starterfeld von 28 Teilnehmern der AK 30 siegte von Rekowski in 5:30,06 Min. mit mehr als deutlichem Vorsprung von sechs Sekunden vor der Zweitplatzierten Daniela Baumgart, ebenfalls aus Deutschland. „Viele Wochen vorher bin ich mit meiner Trainerin Andrea Heuvens die Taktik immer wieder durchgegangen. Dass es am Ende hier so gut läuft, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Mein Dank gilt an erster Stelle meiner Trainerin. Schade, dass sie nicht hier sein kann um diesen Sieg mit mir zu feiern, aber das holen wir zu Hause natürlich nach“, sagte Annett.
Am Montag musste Annett dann erneut ins Wasser. 200m Lagen standen auf dem Programm. Mit einem siebten Platz und einer Zeit von 2:38,76 Min. konnte sie ebenfalls zufrieden sein. „Annett fühlt sich ja eher auf den längeren Strecken wohl. Auf ihrer Lieblingsstrecke, den 200m Schmetterling hat sie dies ja auch eindrucksvoll bewiesen“, sagte Trainerin Andrea Heuvens. Annett schwamm über 200m Schmetterling in 2:33,35 Min. nur um zweizehntel Sek. an ihrem zweiten Weltmeistertitel vorbei. Doch auch über die Silbermedaille freute sie sich sichtlich bei der Siegerehrung. „Einen Titel und zwei Medaillen zu holen, das ist einfach unglaublich. Ich bin total platt nach der anstrengenden Woche, doch wo ich schon mal hier in den USA bin, da werde ich mich jetzt auch noch ausgiebig umschauen, bevor es dann zurück geht nach Uerdingen“, sprach Annett und verschwand Richtung San Francisco.
„Wenn man bedenkt unter welchen Bedingungen die Masters trainieren und ihre Wettkämpfe bestreiten, haben solche Ergebnisse natürlich einen ganz großen Stellenwert. Nach einem 8-Stunden-Arbeitstag wird das Training absolviert. Nicht immer passen Beruf und Sport so zueinander, dass es harmonisch abläuft. Auch bei Annett ist oft Stress angesagt aber sie weiß genau, wenn man im Sport noch etwas erreichen will. Auch wenn man älter wird, muss man auf einige Dinge verzichten und sein Leben danach richten. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sie die Dinge unter einen Hut bringt“, lobte Trainerin Andrea Heuvens ihren Schützling.

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