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Winterlinde erinnert an „Hein“ – Förderkreis „Gut Schirmau“
Im Mai widmete der Vorsitzende des Förderkreises „Gut Schirmau“, Kurt Kähler, dem Andenken an den ehemaligen Krefelder Stadtförster, Heinrich Gallhoff, eine Winterlinde. Zuvor hatten Landschaftsgärtner Piet Schwarze, Gallhoffs Nachfolger Arno Schönfeldt-Simon und Gutsverwalter Ferdinand Liemersdorf den Standort des Baumes vor dem Gutshaus in der Eifel bestimmt und dort die Winterlinde gepflanzt. Zum „Tag des Waldes“ hatten sich Mitglieder des Förderkreises auf Schirmau versammelt. Heinrich Gallhoff, von allen „Hein“ genannt, war am 8. August 2005 im Alter von 83 Jahren gestorben. Er hatte als Stadtförster den Wald in der Eifel betreut, den die Stadt Krefeld 1977 samt Gutsgebäuden von Emmy von der Leyen erbte. Er gehörte zu den Gründern des Förderkreises „Gut Schirmau“, hatte zahlreiche Anregungen für die Ausgestaltung des Gutes gegeben, viele Spenden gesammelt. Vor allem hatte Heinrich Gallhoff 18 Jahre lang als Wander-Baas Krefelder durch die Natur der Eifel begleitet und als begabter „Entertainer“ den Schirmau Gästen viele frohe Stunden bereitet. Eine kleine Tafel neben der Winterlinde hält Heinrich Gallhoffs Lebensdaten fest. Der „Tag des Waldes“, zu dem Kurt Kähler schon zum wiederholten Male eingeladen hatte, soll Krefeldern den ererbten Besitz besser kennen lernen lassen. Arno Schönfeldt-Simon zeigte anhand einer Karte, dass der Waldbesitz aus rund 50 verstreuten Parzellen besteht, die Baron Max von der Leyen im Verlauf von Jahrzehnten zusammengekauft hatte. In einem langfristigen Flurbereinigungsverfahren sollen Flächen ausgetauscht und der Krefelder Besitz arrondiert werden. Bei einer stürmischen Rundfahrt im Planwagen sahen die Besucher, wie Schönfeldt-Simon und seine Mitarbeiter sich bemühen, die drohende Gefährdung der Bestände durch den Borkenkäfer einzudämmen und den Aufwuchs eines Mischwaldes zu fördern. Dass dieser Schirmau-Wald ein wildreiches Revier ist, schilderte Jagdpächter Dieter Stich. Von Jörg Hilger und Klaus Löbner, Mitarbeitern der Naturschutzbehörde und der Bezirksregierung, erfuhren die Krefelder, dass man sich bemüht, auch im Rahmen des Schirmau-Besitzes Feucht-Biotope und Heideflächen zu etablieren, um die Vielfalt von Flora und Fauna und der Kulturlandschaft zu bewahren. Bei der Verwirklichung dieser Pläne wirkt auch eine 80köpfige Ziegenherde mit, die Martina und Ferdinand Liemersdorf auf Schirmau unterhalten. Der Ziegenkäse, der seit einigen Tagen als neues Schirmau-Produkt angeboten wird, wurde in vielen Taschen nach Krefeld mitgenommen.

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